Überfluss / Food Waste

Unsere Gesellschaft lebt im Überfluss. Wir können gar nicht alles essen, was in den Ladengestellen angeboten wird. Zudem haben wir auch noch eine grosse Auswahl an verschiedenen Lebensmittelgeschäften, an Produkten und Sorten, an Preisunterschieden.

Also, wo soll ich nun mein Gemüse, den Reis, die Kartoffeln, die Schokolade, etc. einkaufen? Achte ich lieber auf Bio, auf Regional, Fair Trade, Kleinunternehmen oder doch besser auf den Preis. Möchte ich die kleinen Läden unterstützen, den Frischmarkt oder die Grossverteiler? Soll ich in der Migros oder im Coop einkaufen? Oder besser unseren Volg im Dorf unterstützen? Oder gehe ich zu Lidl und Aldi?

Wieviel Geld habe ich für Lebensmittel zur Verfügung und wieviel bin ich bereit dafür auszugeben?

Ich war früher definitiv ein Migros-Kunde. Da einkaufen nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung ist, habe ich hier alles gefunden und konnte so den Einkauf in einem Mal erledigen. Es musste für mich schnell gehen, rein und raus.

Dann auf einmal und eher unbewusst, war ich in den grossen Lebensmittelgeschäften total überfordert. Ich wollte einen Blattsalat oder Tomaten, doch welche Sorte soll ich nehmen? Meinen Lieblingskäse gibt es auf fünf verschiedene Arten. Welche Butter soll ich kaufen? Ist Butter nicht gleich Butter? Ich stand vor der riesigen Auswahl und staunte. Ist mir das denn früher nie aufgefallen?

Seit ein paar Jahren hat sich mein Kaufverhalten geändert. Es interessiert mich woher das Produkt kommt, wer es produziert hat. Ich achte bei Gemüse und Früchten auf saisonal und regional. ABER ganz Konsequent bin auch ich nicht, denn ich kaufe zwischendurch ebenfalls Frischprodukte aus anderen Ländern wie Bananen, Mangos, Spargeln oder gönne mir eine Avocado.

Beim Einkauf achte ich jedoch immer darauf, dass ich Frischprodukte die mit «Aktion» angeschrieben sind oder Produkte mit «Danke, dass du mich kaufst» / Stopp Food Waste bevorzugt einkaufe und so in einem kleinen Rahmen, das Wegschmeissen von Lebensmitteln, ein wenig verhindern kann.

Laut Lebensmittelgesetz kann Schokolade, Korn, Reis, Gewürze, Salz, Zucker und vieles mehr bis zu 365 Tage ÜBER das Verkaufsdatum konsumiert werden.

Unter www.foodwaste.ch findet ihr tolle Informationen und Flyer.

Danke, dass ihr uns unterstützt und bei uns im Laden die Lebensmittel, die mit Stopp Food Waste angeschrieben sind, kauft. Denn, obwohl wir unseren Einkauf aufs Minimum reduziert haben, passiert es auch bei uns, dass Produkte ablaufen.

Susanne 

claro fair trade Schweiz, lädt ein für: FIT FOR FOOD

Am 22.4.24 in Olten habe ich den Anlass FIT FOR FOOD besucht. Da wurden Neuheiten vorgestellt und gekocht mit den neuen Lebensmitteln, die wir dann degustieren konnten. Einige der neuen Lebensmittel haben wir, oder werden wir in unser Sortiment aufnehmen.

Marcel Rupf von 1001 Organic, hat die neuen Gewürzmischungen vorgestellt, die claro Schweiz in ihr Sortiment aufgenommen hat.

Karin Keil, von Ukuva iAfrica, hat ihre Produkte, die wir schon in unserem Sortiment haben, noch einmal vorgestellt. Auch da wird claro Schweiz ihr Sortiment mit Ukuva Produkten, vergrössern.

Es war ein gelungener Nachmittag, da hat sich die lange Anfahrt gelohnt. Auch der Austausch zwischen uns Frauen, die von so vielen verschiedenen claro`s in der Schweiz kommen, war sehr spannend und teilweise lehrreich. Der ganze Nachmittag wurde auch professionell gefilmt und wir dann für alle claro fair trade-erinnen zugänglich sein, da die Anzahl an Plätzen beschränkt war.

Bitte erkundigt euch bei uns im Laden über die neuen Lebensmittel.

Viel Spass beim ausprobieren wünscht euch Claudia.

Koch-Tipp von Claudia

Spaghetti mit veganem Pasta-Topping

Emmer Spaghetti oder Hartweizen Spaghetti

Blumenmischung von Raselli

Olivenöl aus Palästina oder Albanien, je nach Geschmack auch das Zitronen-Olivenöl von Terra Verde

Pasta-Topping Vegan, das ist eine Cashew Streumischung an Stelle von Hartkäse


Die Spaghetti kochen, das Öl und die essbaren Blüten daruntermischen und am Schluss das Topping.

Alle Zutaten könnt ihr bei uns im claro Glarus einkaufen.

PS: Ich liebe Käse in meinen Spaghetti, aber mit diesem Topping habe ich ihn NICHT vermisst. Es schmeckt super lecker, ich empfehle es jedem das aus zu probieren.

En Guetä

Back-Tipp von Claudia

Oliven-Käse-Babka

Teig:

350g Zopfmehl/Weissmehl

1 TL Salz

10g frische Hefe

2,2dl Milch, Raumtemperatur

30g Butter, Raumtemperatur

Füllung:

150g schwarze Oliven entsteint von Terra Verde, erhältlich bei uns im Laden

Grob püriert oder fein gehackt

1EL getrockneter Oregano

4EL Olivenöl aus Palästina oder Vaj Ulliri aus Albanien, erhältlich bei uns im Laden

90g Reibkäse, z.B. Grana Padano

Den Teig bei Raumtemperatur 2-3 Stunden auf das Doppelte aufgehen lassen.

Oliven mit dem Öl und Oregano mischen.

Den Teig auf wenig Mehl zu einem Quadrat von ca. 40cm Länge auswallen, zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen.

Teig mit Olivenpaste bestreichen und mit Käse bestreuen, dabei einen ca. 3cm breiten Rand frei lassen. Teig aufrollen, diagonal auf ein Brett legen. Teigrolle mit einem grossen, scharfen Messer längs halbieren. Die beiden Teigstränge mit der Schnittfläche nach oben spiralartig verdrehen. Die Enden leicht zusammendrücken und unter das Teiggeflecht schieben. In die vorbereitete Form legen, darin noch einmal 30 Minuten aufgehen lassen.

Im auf 170°C (Heissluft/Umluft) vorgeheizten Ofen ca. 40-50 Minuten backen. Leicht abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen, auf Kuchengitter legen, vollständig auskühlen lassen.

En Guetä

Unterstützung von kleinen Projekten


DANKE, vielen herzlichen Dank an alle Kunden und Vereinsmitglieder die uns seit Jahren mit ihrem Einkauf fairer Produkte unterstützen.

Wir durften das Jahr 2023 mit einem guten Ergebnis abschliessen. Der Verein claro Weltladen Glarus bzw. meine Vorstandskolleginnen und ich, haben uns darum entschlossen, private Projekte im Ausland finanziell zu fördern. Bitte meldet euch bei uns unter claroglarus@bluewin.ch

Am Dienstag 23. April um 19.30 Uhr findet unsere Mitgliederhauptversammlung statt. Wir würden uns freuen euch dort zu treffen:

Kirchgemeindehaus Glarus-Riedern

Gerichtshausstrasse 55

8750 Glarus

Bis bald, Susanne

Blogeintrag März 2024

Verabschiedung Solara

Liebe Solara hiermit möchte ich mich nochmals ganz herzlich für deinen 6-monatigen Einsatz bei uns bedanken. Du hast mir vieles aus deiner Sicht gezeigt und so konnte ich erfahren wie die junge Generation ihr Leben heute betrachtet und damit umgeht. Oft war ich überrascht und musste mir sagen; ja natürlich es sind 40 Jahre Unterschied. Ganz ehrlich «Hut ab» wie du dein Leben meisterst, doch ich bin dankbar nicht mehr in deinem Alter sein zu müssen.

Social Media ist mir nicht wichtig, du aber bist damit aufgewachsen. Du hast mir erklärt, dass eine gewisse Präsenz wichtig ist, weil das zu dieser Zeit gehört. Nun, da hast du wohl recht.

Ich wünsche dir eine spannende Zukunft und freue mich, weiterhin tolle Flyer und Poster von dir zu erhalten (falls du Zeit findest).

Susanne

Herzlich willkommen liebe Leser und Leserinnen

Ich heisse Solara und bin im Rahmen der Fachmaturität für 6 Monate im Praktikum beim claro. Gerne nehme ich euch mit und verschaffe euch einen Einblick in meinen abwechslungsreichen Alltag.



Letzter Eintrag


Liebe LeserInnen

Dies hier wird der letzte Blogeintrag in Solara‘s Blog sein. Im Dezember und Januar wurde leider kein Blogeintrag veröffentlicht, dafür entschuldige ich mich. Jedoch keine Sorge, der Blog wird von meinen Mitarbeiterinnen des claro Glarus übernommen. Sie werden euch von ihren Erfahrungen berichten und über Themen im Bereich Fair Trade erzählen, die sie bewegen. Darauf könnt ihr euch definitiv freuen. Abschliessend möchte ich sagen, dass das halbe Jahr beim claro Glarus sehr lehrreich und abwechslungsreich war. Es hat mich sehr gefreut, so viel positives Feedback zu meiner Arbeit zu bekommen und viele nette Menschen kennenzulernen. Auch über mich selber und meine Zukunftswünsche konnte ich einiges herausfinden.

Vielen Dank, claro Glarus Team, es hat mich gefreut.

Förderung meiner sozialen Kompetenzen

Ich war schon immer eine soziale Person, ich spreche gerne mit Menschen, allerdings bin ich etwas schüchtern. Ich denke, das liegt daran, dass ich noch lange mit Gleichalterigen in die Schule ging und somit noch nie mit Kunden arbeiten musste. Während viele meiner Freunde, die eine Lehre gemacht haben, sehr offen im Umgang mit Fremden waren, war ich immer etwas zurückhaltender. Häufig überforderte mich dies und ich verstand auch nicht, wieso Leute mich im Generellen einfach grundlos ansprachen.

Als ich im claro anfing, kämpfte ich immer noch mit diesen Problemen. Jedoch war mir klar, dass es sich hierbei um eine Gewöhnungssache handelte und es sicher besser werden würde. Es brauchte zwar eine Weile, aber mittlerweile habe ich das Gefühl, dass sich meine Sozialkompetenzen in diesem Bereich verbessert haben. Ich spreche nun viel offener mit allen Kunden und kann ihnen teilweise auch bei ihrer Suche nach bestimmten Produkten helfen. Es ist immer wieder interessant, Geschichten aus deren Leben zu hören. Das ist auch das Schöne im claro, man kann mit seiner Kundschaft auch wirklich reden und sich auch mal etwas mehr Zeit lassen. Dies wäre in Läden wie dem Migros oder Coop undenkbar. Ich bin definitiv gespannt, wie sich das Ganze weiter noch entwickelt.

Neue Projekte im claro Glarus

Da von mir gewünscht wurde, dass ich monatlich einen Blogeintrag schreibe und diesen Monat kein besonderes Ereignis geschehen ist, das in meinen Augen berichtenswert wäre, erzähle ich heute von zwei neuen Lieferanten. Beide lernten wir an der ONARIS kennen, Engoitoi Epuan und Real Time Trust.

Engoitoi Epuan ist ein reines Frauenprojekt in Tansania. Engoitoi Epuan ist ein Verein, der sich für Gleichberechtigung, faire Bezahlung, sichere Arbeitsstelle und Bildung von Maasai-Frauen einsetzt. Es gibt drei verschiedene Projekte im Norden von Tansania, sie arbeiten mit bunten Perlen, Naturleder und Stoff, um wunderschöne Produkte zu kreieren.

Real Time Trust ist eine Stiftung, die sich für die Erhaltung und Weiterentwicklung des traditionellen Kunsthandwerks im indischen Bundesstaat Orissa ein. Es ist der ärmste Bundesstaat in Indien und für den Tourismus noch sehr unbekannt. Real Time Trust sorgt für einen fairen Lohn für die Arbeitenden und ein besseres Sozialleben.

Beide Vertreterinnen dieser Projekte waren junge, sehr freundliche und aufgestellte Frauen, mit sehr viel Engagement und Liebe zu ihrer Arbeit. Da wir von diesen Frauen, Projekten und Produkten absolut begeistert waren, freuen wir uns sehr euch mitteilen zu dürfen, dass diese nun beide in unser Laden vorhanden sind. Kommt gerne vorbei!


Einkauf im August

Die erste Geschichte, die ich erzählen möchte, spielte sich bereits im August ab, was vor meinem offiziellen Praktikumsbeginn im September war. Zusammen mit Susanne (Geschäftsführerin) und Claudia machte ich mich auf die Reise, um die idealen Produkte für den Sommer und Herbst 2024 zu kaufen. Besucht wurden Vertreter sowohl in Zürich, als auch in Bern. Während der Einkauf in Zürich einen privaten Termin benötigte, waren es in Bern grosse Veranstaltungen, bei der man Menschen aus der ganzen Schweiz treffen konnten. Die Vertreter waren teilweise sogar aus anderen Ländern extra angereist, um dabei zu sein.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei der Kleidereinkauf, sowohl positiv, aber ebenso negativ. In Zürich wurden zwei verschiedene Vertreter besucht, die Verkäufer dort waren nicht nur überaus freundlich, sondern bezogen auch mich, nicht nur als Model um die Kleider anzuprobieren, sondern auch als dritte Meinung für den Einkauf mit ein. Es gab eine gute Auswahl an Fair Trade Mode, die, meiner Meinung nach, die verschiedenen Bedürfnisse der Käuferinnen abdeckt und sowohl jung als auch alt einschliesst. Wenn Susanne oder Claudia berichteten, dass ein gewisser Schnitt, Stoff oder eine Farbe nicht so gut verkauft wurden, gingen sie auf diese Aussage ein. Sie gaben konstruktive Tipps oder zeigten andere Kleidungsstücke, die nicht in diese Kategorie fielen. Durch diese professionellen Verhalten waren meine Erwartungen entsprechend auch sehr gross für den Kleidereinkauf in Bern. Leider wurde ich etwas enttäuscht. Auch wenn die VerkäuferInnen dort ein ebenso freundliches Verhalten an den Tag legten, schienen sie fast schon überfordert zu sein, dass ich auch beim Einkauf dabei war, da ich ein Stück jünger bin, als ihre normale Zielgruppe. Ich fände es schön, wenn mehr Marken etwas jugendfreundlichere Mode präsentieren könnte, denn Fair Trade heisst definitiv nicht altbacken oder langweilig, was es bis Weilen bedauernswerterweise noch im Verruf steht. Natürlich bin ich beim Einkauf nicht nur von meinem persönlichen Style ausgegangen, sondern auch von dem meiner Kolleginnen, die sich alle sehr unterschiedlich kleiden. Ebenfalls schienen sie es teilweise fast nicht glauben zu können, dass gewisse Schnitte, Stoffe oder Farben nicht gut in Glarus verkauft wurden, da sie zum Beispiel in Zürich problemlos verkauft wurden. Ich empfand, dass die Verkäufer dort eine sehr grosse Liebe zu „ihrer“ Marke verspürten und es einfach zu persönlich nahmen, wenn etwas in Glarus nicht verkauft wurde. Es gab in der Mehrheit der Fälle keine konstruktiven Tipps, sondern eher Vorwürfe, dass es in Glarus „einfach nicht richtig präsentiert wurde“. Doch wer schon einmal in Glarus und Zürich war, stellt schnell fest, dass die Menschen extrem unterschiedlich sind und ebenso unterschiedliche Bedürfnisse haben. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung und ein direkter Vergleich. Ich bin gespannt, wie die Zukunft von Fair Trade Kleidung aussieht und ob es vielleicht schon bald nennenswerteres Veränderungen gibt.

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